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Dein Herzblick Tanja Kasper

Was können die Karten zeigen, und was können sie nicht sagen?

Sie zeigen dir, was schon da ist. Nicht, was kommt.

Auf meiner Seite ĂŒber mich erzĂ€hle ich das mit dem Schrank, den man seit Jahren nicht aufgemacht hat. Es ist immer noch das beste Bild, das ich dafĂŒr habe: Die Karten machen ihn auf, und drin liegt nichts, was nicht vorher schon drin war.

Deshalb sage ich lieber „Tendenz” als „Zukunft”. Eine Tendenz beschreibt, wohin es lĂ€uft, wenn alle so weitermachen wie bisher. Und dieses „wenn” ist der halbe Satz. Es reicht, dass du ein GesprĂ€ch anders fĂŒhrst als geplant, und das Bild sieht in zwei Wochen anders aus.

Womit Menschen zu mir kommen, und wo die Karten gut hinschauen: persönliche Lebensfragen, Beziehungen und Begegnungen, eine Trennung und was danach kommt, Beruf und anstehende Entscheidungen, das GefĂŒhl, den Überblick verloren zu haben. Oder einfach der Knoten im Kopf, wenn nachts nichts mehr aufhört.

Wo es fĂŒr mich aufhört:

Beim Gedankenlesen. Über deine Beziehung sprechen wir gern, ĂŒber die Dynamik zwischen euch, darĂŒber was einen Menschen gerade umtreiben könnte. Aus deiner Perspektive, denn das ist die, die du mitbringst. Was ich nicht tue: behaupten, ich wĂŒsste, was ein anderer sicher tun wird. Darauf könntest du nichts aufbauen, und es wĂ€re auch nicht fair dem anderen gegenĂŒber.

Bei Gesundheit. Keine Diagnosen, keine EinschÀtzung zu Befunden oder Behandlungen. Das gehört in andere HÀnde.

Bei Garantien. „In drei Monaten meldet er sich” ist ein Satz, den niemand halten kann. Auch ich nicht.

Und noch etwas, das oft ĂŒbersehen wird: Die Frage, mit der jemand kommt, ist selten die eigentliche. „Kommt sie zurĂŒck” heißt manchmal „wie halte ich das gerade aus”. Dorthin schauen die Karten oft am deutlichsten, und dann sprechen wir auch darĂŒber.

Stand: 9. September 2026

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