Wenn der Mond
voll wird
27. September 2026
Ein Abend für dich
Es gibt Nächte, die sich anders anfühlen. Der Himmel ist heller. Manche schlafen schlechter, andere sind aufgewühlt oder besonders wach. Das ist die Vollmondnacht. Und sie ist eine Einladung.
Der nächste Vollmond kommt am 26. Oktober. Er erscheint etwa drei Tage lang voll, du kannst also schon ab dem 25. Oktober mit ihm arbeiten.
Warum gerade jetzt
Der Mond erzählt jeden Monat dieselbe Geschichte. Der zunehmende Mond steht dafür, Kraft zu gewinnen und aufzublühen. Der abnehmende Mond steht für Heilung, Entspannung, Loslassen und Rückzug. Der Vollmond ist die Mitte. Ein Tag der Fülle und der Ernte. Der Moment, in dem das Wachsen endet und das Loslassen beginnt.
Genau darin liegt seine Kraft. Was du jetzt loslässt, nimmt mit dem Mond ab. Die Spannung, die der Vollmond aufbaut, kann sich mit dem abnehmenden Mond lösen.
Und keine Sorge, wenn du den Abend verpasst. Die Vollmondenergie ist schon zwei Tage vorher da und hält bis zu drei Tage danach an. Auch wenn der Himmel bedeckt ist, kannst du dein Ritual machen.
Ein Zettel, ein Feuer
Du brauchst nicht viel. Setz dich hin, in Ruhe, vielleicht mit einer Kerze. Schreib auf einen Zettel, was du loslassen willst. Eine Sorge. Ein alter Gedanke. Eine Beziehung, die vorbei ist. Dann verbrenne den Zettel in einem feuerfesten Gefäß.
Dieses Ritual ist alt. Aus den Rauhnächten kennt man es mit zwölf Zetteln, am Vollmond reicht einer. Wer mag, schreibt zwei. Einen mit dem, was gehen darf, der wird verbrannt. Einen mit dem, was bleiben darf, den behältst du.
Räuchern und schreiben
Viele reinigen den Raum vorher mit Salbei, Palo Santo oder Lavendel. Der Rauch nimmt mit, was schwer geworden ist. Danach passt ein Mond-Journal. Drei Fragen genügen: Was ist seit dem letzten Vollmond gewachsen? Was belastet mich? Wofür bin ich dankbar? Wenn du das jeden Monat machst, siehst du mit der Zeit, wie sich dein Leben von Mond zu Mond verändert.
Der Mond im Glas
Und dann ist da noch das Mondwasser. Ein kleines Ritual, das fast jede Kultur kennt. Mondwasser ist Wasser, das über Nacht im Mondlicht steht und die Qualität der Mondphase aufnimmt. Der Vollmond gilt dabei als kraftvollster Zeitpunkt.
So machst du es: Füll ein sauberes Glas mit frischem Wasser. Quellwasser oder stilles Mineralwasser sind ideal. Halte das Glas kurz in beiden Händen und denk an das, was du dir wünschst. Ruhe. Klarheit. Fülle. Dann stellst du es auf die Fensterbank oder nach draußen, dort wo das Mondlicht es erreicht. Wer mag, legt einen Bergkristall daneben. Am Morgen holst du es rein, am besten vor Sonnenaufgang.
Du kannst es trinken, dich damit besprühen, deine Pflanzen gießen oder es ins Badewasser geben. Verbrauche es bis zum nächsten Vollmond, dann setzt du neues an.
Vielleicht ist das die eigentliche Magie des Vollmonds. Nicht nur das Licht am Himmel. Sondern der Moment, in dem du dich hinsetzt, ehrlich zu dir bist und etwas gehen lässt. Einmal im Monat. Für dich.
In Liebe Deine Tanja
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