Für alle Eltern,
die ihr Kind gehen lassen mussten
6. Juni 2026
Es gibt einen Schmerz, für den unsere Sprache kein Wort hat.
Wir nennen jemanden, der seinen Partner verliert, Witwe oder Witwer. Wir nennen ein Kind ohne Eltern eine Waise. Aber für eine Mutter, für einen Vater, die ihr Kind verlieren, gibt es kein Wort. Vielleicht, weil dieser Verlust einfach zu groß ist, um ihn in einen Begriff zu fassen.
Ganz gleich, ob dein Kind als winziges Sternenkind gegangen ist, als kleiner Mensch, als Jugendlicher oder als längst erwachsener Sohn, als längst erwachsene Tochter:
Du bleibst für immer seine Mama. Du bleibst für immer sein Papa.
Was ich dir aus der geistigen Welt sagen darf
In meiner Arbeit darf ich immer wieder erleben, wie sich Kinder bei ihren Eltern melden. Und ihre Botschaft ist immer dieselbe:
Mir geht es gut. Ich bin nicht weit weg. Und ich bin noch immer ganz bei dir.
Dein Kind ist nicht im Dunkeln, nicht allein und nicht verloren. Es ist umgeben von Liebe und Wärme, oft empfangen von vorausgegangenen Großeltern oder von Seelen, die es schon kannten. Es leidet nicht mehr. Was auch immer es hier getragen hat, an Krankheit, an Schmerz, an Schwere, es ist dort von ihm abgefallen.
Und der Lebensplan?
Vielleicht fragst du dich, warum. Warum dein Kind, warum so früh, warum überhaupt.
Ich will ehrlich mit dir sein: Auf dieses Warum gibt es keine Antwort, die deinen Schmerz wegnimmt. Manche Seelen haben nur einen kurzen Weg auf dieser Erde geplant. Nicht, weil ihr Leben unvollständig war, sondern weil es auf seine Weise ganz war. Manche Seelen sind schon so weit, dass sie nicht ein langes Leben brauchen, sondern nur ein bestimmtes Stück.
Das macht deinen Verlust nicht kleiner. Aber vielleicht darf es ein leiser Trost sein: Dein Kind hat seinen Weg nicht verfehlt. Es ist angekommen.
Die Schuld, die du vielleicht trägst
So viele Eltern fragen sich: Hätte ich etwas tun können? Habe ich etwas übersehen?
Bitte höre gut zu: Du trägst keine Schuld. Aus der geistigen Welt kommt von deinem Kind niemals ein Vorwurf. Nur Liebe. Und der innige Wunsch, dass du dich nicht selbst verlierst an einem Schmerz, der nie deine Schuld war.
Die Liebe bleibt
Der Tod beendet ein Leben, aber er beendet niemals eine Beziehung. Du bist und bleibst Mutter, du bist und bleibst Vater. Diese Verbindung kann nichts und niemand durchtrennen, kein Abschied und kein Grab.
Achte auf die leisen Zeichen: die Feder auf deinem Weg den Schmetterling, der bleibt das Lied, das im richtigen Moment kommt
Das sind die Grüße deines Kindes an dich. Seine Art zu sagen: Ich bin noch da, Mama. Ich bin noch da, Papa.
Und eines Tages, wenn deine Zeit gekommen ist, wird dein Kind das erste Gesicht sein, das dich wieder in die Arme schließt.
Bis dahin darfst du weiterleben. Du darfst sogar wieder lachen. Dein Kind wünscht sich nichts mehr für dich.
Du bist nicht allein.
In Liebe, deine Tanja
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